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St. Sebastianus Schützenbruderschaft Keyenberg 1449 e. V.
Im Jahre 893 n. Chr. wurde Keyenberg erstmals urkundlich als cheyenburghc erwähnt. Damals befand sich ein befestigter Herrenhof im Besitz der Abtei Prüm, hinzu kamen die Kirche und zehn kleinere Höfe. Jener Herrenhof lag nicht auf einem Berg sondern in der Niersniederung. 1381 wurde er Keyenberch genannt. Im Dorf existierten im Mittelalter zwei Rittersitze; Haus Keyenberg und Haus Pattern, die letztere Burg wurde 1642 zerstört.
Die Keyenberger Schützenbruderschaft wurde im Jahr 1449 unter dem damaligen Pfarrer Edmund Pollartz gegründet. Bereits einige Jahre zuvor, nämlich im Jahre 1437, hatte der zu diesem Zeitpunkt in Keyenberg wirkende Pfarrer Johann von Gevenich eine Landstiftung zugunsten der „Bruderschaft der Allerseligsten Jungfrau und des hl. Sebastianus“ eingerichtet. Obwohl also augenscheinlich zu diesem frühen Zeitpunkt bereits eine Bruderschaft in Keyenberg bestand, wird in allen vorliegenden alten Schriften das Jahr 1449 als Gründungsjahr der heutigen St. Sebastianus-Schützenbruderschaft Keyenberg angegeben.
Ein kirchliches Hochfest der Bruderschaft ist seit jeher das Fronleichnamsfest. An der Prozession an diesem Tage teilzunehmen war nicht nur Ehrensache sondern Pflicht.
Die Bruderschaft stellte während der Prozession die Hellebardien zum Schutz des Allerheiligsten. Die alten und wertvollen Hellebarden, wie bei der Schweizer Garde im Vatikan, befinden sich heute noch im Besitz der Bruderschaft und werden in der Kirche aufbewahrt.
Das Schützenfest feiert die St. Sebastianus-Schützenbruderschaft Keyenberg gemeinsam mit allen Mitbürgern in Keyenberg, Berverath, Unter- und Oberwestrich alljährlich am 5. Sonntag nach Ostern.
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